Die Dresdner Semperoper

Semperoper

Die Dresdner Semperoper ist in der Architektur gewiss einmalig. Das Besondere an ihr ist, dass die Oper, nach den Plänen eines Architekten, dreimal neu entstanden ist. Im Volksmund wird die Sächsische Staatsoper nach ihrem Baumeister Gottfried Semper benannt, welcher 1834 nach Dresden kam. Der Vorhang öffnete sich erstmals am 12. April 1841 im Hoftheater. Der neue Rundbau von Gottfried Semper, in den Formen der italienischen Renaissance, galt zu dieser Zeit als eines der schönsten Theater Europas. Richard Wagner war dort ab 1843 tätig.

Im Jahre 1869 wurde das Königliche Theater durch einen Brand zerstört, es blieben nur vier Skulpturen von Ernst Julius Hähnel erhalten. Zwischen 1871- 1878 wurde nach den Plänen von Semper ein Neubau errichtet, hier übernahm jedoch nicht Semper die Bauausführung, sondern sein Sohn Manfred. Mit 51 Ur- und 120 Erstaufführungen entwickelte sich die Oper mit der Zeit zu einer der angesehensten Bühnen Europas. Durch die Bombennacht im Februar 1945 wurde nicht nur Dresden, sondern auch die Semperoper in Schutt und Asche gelegt.

In den Jahren danach wurde die Ruine zunächst nur gesichert. Erst 1977 begann, unter der Leitung des Architekten Wolfgang Hänsch, der Wiederaufbau der Dresdner Semperoper nach den Originalplänen. Die Semperoper wurde durch drei moderne Funktionsbauten, wie der Probebühne, den Verwaltungsräumen und der Garderobe erweitert.

Genau 40 Jahre nach der totalen Zerstörung wurde das Opernhaus am 13. Februar 1985 zum dritten Mal eröffnet. Somit erhielt die Welt eines ihrer schönsten Musiktheater zurück. Der Besuch der Dresdner Semperoper zählt zu den Höhepunkten eines Aufenthaltes in Dresden. Die Dichterfürsten Goethe und Schiller kann man am Eingang der Oper bestaunen, welche an die ersten Jahre nach der Eröffnung der zweiten Semperoper erinnern, da diese auch als Schauspielhaus diente. Der erste Gang durch die Oper erfolgt im prachtvollen Hauptfoyer. Von dort aus führen reizende Treppenvestibüle und Wandelgänge in den originalgetreu wieder hergestellten Zuschauerraum. Alles scheint unverändert...


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